Schreibmeditation

Schreibmeditation

Was es nicht alles für unterschiedliche Meditationsarten gibt! Aus der Spanne von „A“ wie Achtsamkeitsmeditation bis „Z“ wie Zenmeditation möchte ich Dir heute eine ziemlich coole, aktive Meditationsform vorstellen: die Schreibmeditation.

Was sich dahinter verbirgt ist eigentlich selbsterklärend, aber da im Netz unter diesem Begriff in erster Linie eine Art Brainstorming auftaucht (warum auch immer) möchte ich kurz darauf eingehen, was ich mit Schreibmeditation meine. Bei dieser geht es darum, sich durch Schreiben in einen meditativen Zustand zu versetzen. Was geschrieben wird spielt natürlich eine Rolle, denn Wörter gehen in den Kopf, vor allem wenn man so lange wie es beim Schreiben der Fall ist bei ihnen verweilt. Als ich in der Schule war, mussten Schüler bei schlechtem Benehmen beispielsweise 100 Mal „Ich darf den Unterricht nicht stören“ schreiben. Diese Art Strafe kennt man auch aus dem Vorspann der Simpsons 😉

Bart Simpson chalkboard

Aus motivationspsychologischer Sicht ist diese Strafe es übrigens total ineffektiv. Zielführender wäre eine positive Formulierung, welche das gewünschte Verhalten beinhaltet. Aber das nur am Rande. Mindestens genauso wichtig wie die gewählten Worte und deren Bedeutung ist der Prozess des Schreibens, die Bewegung des Stiftes, die Formung der Buchstaben und Wörter für die Erreichung des meditativen Zustandes. Wenn man zu Meditationszwecken schreibt, bemüht man sich automatisch um eine schöne Handschrift. Mich erinnerte es sofort an eine andere Form von aktiver Meditation über die ich berichtet habe, nämlich dem Zentangle.

Die Mischung aus Beschäftigung des Geistes und Beschäftigung des Körpers bzw. der Hände macht es besonders für Menschen attraktiv, die bei klassischen Meditationen zu unruhig sind und nicht richtig reinkommen.

 

Schreibmeditation – Eine Anleitung

  1. Text aussuchen. Du brauchst zunächst einen Text, den Du abschreiben kannst. Wenn Du Dich im Englischen fühlst wie ein Fisch im Wasser, dann findest Du hier ein paar schöne Texte zu unterschiedlichen Themen. Du kannst aber auch Deine eigenen Texte schreiben, so ähnlich wie bei den Selbstaffirmationen. Dein Lieblingsgedicht geht auch, vorausgesetzt es ist positiv bis neutral, denn die Stimmung des Textes wird Deine Gefühlswelt beeinflussen. Wichtig ist auch, dass Du den fertigen Text vorher schon hast, damit Du Dich ganz auf die Tätigkeit des Schreibens konzentrieren kannst.
  2. Schreiben! Entweder ganz oldschool analog in Deinem Lieblingsnotizbuch oder passend zu meinem letzten Artikel ganz digital (aber bitte per Hand!) auf dem Tablet mit einem entsprechenden Stift.

Welche aktive Form von Meditation hast Du denn schon ausprobiert?

Jessica Peterka-Bonetta

Jessica Peterka-Bonetta

Jessica Peterka-Bonetta ist die Betreiberin von Today is a good day. Sie schreibt über digitale Persönlichkeitsentwicklung und Cyverpsychologie und bewegt sich dabei im Delta zwischen technischen Helferleins/Apps, wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkreten Tipps, inspiriert aus ihrem Alltag mit Kind und ihren Beobachtungen. Seit ihrem Studium der Psychologie interessiert sie sich für Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement. Sie berät Unternehmen über Einsatzmöglichkeiten von digitaler Persönlichkeitsentwicklung als Tool für Personalentwicklung und Privatpersonen zu Entspannung, Stressbewältigung und Burnout-Prävention. Mit digitalem Schwerpunkt natürlich :)
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Comments
2 Responses to “Schreibmeditation”
  1. Peter sagt:

    Wenn ich anfange zu schreiben, dann falle ich eher in ein Flow.
    Ist das mit Meditation vergleichbar?

    Liebe Grüsse

    • Jessica Peterka-Bonetta sagt:

      Hallo Peter,

      was habe ich mir schon den Kopf zerbrochen über den Unterschied/die Gemeinsamkeiten von Flow, Achtsamkeit und Meditation! Für mich ist Meditation eine Technik bzw. eine ganze Bandbreite an Techniken und Flow ein Zustand, den man erreichen kann. Aber manchmal wird unter Meditation auch ein Ergebnis verstanden, es ist also nicht ganz einfach, Flow und Meditation haarscharf voneinander abzugrenzen. Vielleicht könnte man sagen, dass Schreibmeditation eine Technik ist, mit der man einen speziellen Zustand, den Flow, erreicht. Kannst Du etwas damit anfangen?
      Liebe Grüße
      Jessica

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